Gh0st

Dieses mal hatte ich alles im Vorraus geplant… jedenfalls dachte ich das. Gh0st, vorher bekannt als Shockwave 4.0 sollte seine Heimat im Corsair 570X finden, aber als Thermaltake das View 71TG Gehäuse vorgestellt hat, habe ich diese Idee schnell verworfen. Anders als beim 570X kann dieses Gehäuse zwei 360mm Radiatoren gleichzeitig unterbringen, hat eine eingebaute vertikale GPU Halterung und unauffälligere Luftfilter vorn und oben. Beide Gehäuse haben jeweils vier Flächen (Front, Oben, Links und Rechts) aus gehärtetem Glas und modulare Befestigungsmöglichkeiten für Laufwerke.
Diese ganzen Funktionen passen sehr gut zu der selbst zusammengestellten Wasserkühlung welche ich für das System geplant habe, aber bis ich die nötigen 1400€ dafür zusammengespart habe muss ich wohl mit der AIO Lösung von Fractal Design leben. Die geplante Wasserkühlung wird nicht nur für die CPU und GPU zuständig sein sondern auch noch VRM und RAM kühlen. Alle Teile werden von EK Waterblocks bestellt, einem der Größen in dieser Industrie. Da das Gehäuse viel Platz für Komponenten bietet, werde ich zwei Radiatoren verbauen (Front und Oben). Ich habe es noch nicht ausgemessen, aber ich denke ich kann sogar einen 60mm in die Front packen.
Aber da dies alles noch in der Planungsphase ist, schauen wir doch mal was Gh0st aktuell installiert hat: Alle 7 Gehäuselüfter wurden gegen Corsair ML120 Pro PWN gesteuerte Versionen ausgetauscht. Diese verfügen über Magnetschwebetechnik welche vom Transrapid bekannt ist und eleminieren so die Laufgeräsuche des Lagers. Ich habe die Garantie meines Netzteils gebrochen und auch dort den ursprünglichen (sehr lauten) Lüfter gegen einen ML120 ausgetauscht. Während ich schon dabei war habe ich auch die Kabelführung geändert und die Temperaturdiode an einen etwas sinnvolleren Platz gepackt. Vorher saß sie direkt unter dem Lüfter und hat immer „kühle“ Temperaturen gemessen während das Netzteil bei über 50°C rumkochte. Corsair hat ohne ersichtlichen Grund ein Plastikabdeckung vor den Lüfter gepackt, welche den halben Luftstrom blockiert. Aber das war ncihts was sich nicht mit einer Schere und einem Heißluftfön beheben ließ. Abschließend habe ich noch das Lüfterkabel geteilt und eine Abzweigung für meinen Commander Mini eingebaut. Nun kann der Netzteillüfter entweder über die (recht träge) interne Lüftersteuerung oder eben extern geregelt werden, falls nötig.
Da das ASUS X99-Deluxe einige weiße Metallteile um die Kühler hat, habe ich diese demontiert und matt schwarz lackiert. Sieht so wesentlich besser und sauberer aus, auch wenn man das meiste wegen der vertikal angebrachten Grafikkarte eh nicht sieht. Die meiste Hardware wurde aus Shockwave 3.0 weiteverwendet, aber ich musste einige Teile modifizieren damit sie in das neue Gehäuse gepasst haben. Zum Beispiel musste ich die Kabel der UV LEDs neu machen, da ich sie ja vorher im Fenster angebrachte hatte und so die Verbindungen wensentlich zu kurz waren. Diesmal habe ich die Lötstellen mit Schrumpfschlauch und schwarzem Meshgewebe überzogen, was ich später auch für alle anderen Kabel so machen werde.
Zusätzlich habe ich mit Hilfe eines PWM Verteilers die drei Lüfter vorn und die drei oben zu jeweils einer Gruppe zusammengefasst. Es hat mich im alten System immer gestört, dass manchmal einer der Lüfter schneller gelaufen ist als der Rest, da der Commander Mini mal wieder gesponnen hat oder so.
Die Kabelordnung ist aktuell noch etwas schlampig, aber das werde ich beheben sobald ich alle SATA und Netzteil Kabel mit dem Mesh überzogen habe. Auch wenn es wohl noch einige Monate dauern wird bis es so weit ist, macht es nicht viel Sinn die gleiche Arbeit mehrfach zu machen.
Als letzten Schliff habe ich noch einen 3D gedruckten Ghost aus Destiny zum Gehäuse hinzugefügt, welcher auch für den Namen verantwortlich ist. Die blaue LED in der Mitte habe ich an die Festplatten aktivitäts Pins angeschlossen, so dass er jedes mal aufblinkt sobald ich arbeite – gibt dem ganzen etwas Lebendiges.

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